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La Chaux de-Fonds ist eine Stadt im Grünen mit 38.000 Einwohnern im Schweizer Jura, 1000 m über dem Meeresspiegel. Sie verdankt ihre Struktur, ihr Erscheinungsbild, einen großen Teil ihres Charakters und sogar ihre Existenz als Stadt der Uhrenindustrie. Die schachbrettartige Anlage von La Chaux-de-Fonds resultiert aus einer entschlossenen und idealistischen Stadtplanung, entstanden während des Zeitalters der Aufklärung, die sich dem Wiederaufbau und der Entwicklung widmete, nachdem ein Brand im Jahre 1794 das ganze Dorf vernichtet hatte: heute ist La Chaux-de-Fonds das bedeutendste Beispiel für einen einheitlichen Städtebau im 19. Jahrhundert.
Der Jugendstil wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Einfluss von Uhrmachern und ihren Handelsvertretern nach La Chaux-de Fonds gebracht und hat einen Ehrenplatz in der Uhrmacherstadt. Farbige Fenster, Fliesen, Treppenhausdekorationen, Stuck-, Holz- und Eisenarbeiten hielten in den Neubauten Einzug.
Einzigartig in der Schweiz, hat der Jugendstil an der Kunstschule von La Chaux-de-Fonds eine neuartige Ausdrucksform gefunden. Charles L´Eplattenier(1874-1946), ein Künstler mit einem feinen Gefühl für die Richtlinien des Jugendstils und ein begeisterter Lehrer, entwickelte eine Schule, deren Ausdruck sowohl originell als auch ehrgeizig war. Seine Fortgeschrittenenkurse in Kunst und Dekoration, begonnen im Oktober 1905, führten bestimmte Studenten in das Studium der Natur ein, darunter Charles-Eduoard Jeanneret, der spätere Le Corbusier. Der Gedanke „dass nur die Natur inspirieren könne“ brachte den jungen Professor und seine Studenten zum Studium der regionalen Flora und Fauna und zur Schaffung eines besonderen stilistischen Ausdrucks den man „Tannenstil“ nannte. Zusammen erreichten sie eine Reihe von bemerkenswerten Ergebnissen mit zahlreichen Werken (öffentliche oder private Aufträge) die von einem außerordentlichen Fleiß zeugen. Die Kunstwerke umfassen ganz unterschiedliche Objekte: Uhrendeckel, verschiedene Schmuckgegenstände und sogar Architektur, zum Beispiel die Villa Fallet im Jahre 1906. Das Krematorium (1909-1910) ist die umfassendste all dieser Arbeiten und wird als Meisterstück dieser Zeit intensiver künstlerischer Erneuerung betrachtet.
Interessant anzumerken ist, dass La Chaux-de-Fonds geographisch dort angesiedelt ist, wo der französische oder belgische Jugendstil – typisch durch die geschwungenen Linien – und der eher geometrische deutsche Jugendstil oder der österreichische Sezessionsstil aufeinander treffen.
„Die Grundlage unserer ornamentalen Studien bleibt immer die Tanne. Während seiner verschiedenen Altersstufen bietet dieser Baum unendliche gestalterische Möglichkeiten, ob man ihn als Ganzes oder im Detail studiert. Große Silberdisteln, Enzian und ähnliches, ergänzen zusammen mit unserer Jurafauna in überreichem Maß diese Grundlage“.
Partner: Ville de La Chaux-de-Fonds Service d'urbanisme Passage Léopold-Robert 3 CH – 2302 La Chaux-de-Fonds Switzerland Phone: +41 329676234 Fax: +41 327220795 E-mail: anouk.hellmann@ne.ch
Local Partners: Ecole d’arts appliqués Musée des beaux-arts Tourisme Neuchâtelois Montagnes
Art nouveau à La Chaux-de-Fonds Ecole d’arts appliqués World Heritage in Switzerland
L'Art nouveau à La Chaux-de-Fonds (EN-FR-DE)
With the support of the Culture Programme of the European Union