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Das Erscheinungsbild des Comer Sees am Ende des 19.und Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen von Landschaftsgärten, Anlegestegen und Landungsbrücken geprägten Ufern, entsprach dem Fortschrittsgedanken , der von wachsender Industrialisierung inspiriert wurde, während gleichzeitig der romantische Wunsch bestand, die Natur und die Landschaft zu bewahren .Ungefähr zu dieser Zeit fing man an, rund um den See Ferienhäuser und Hotels zu bauen, zum einen wegen der natürlichen Schönheit der Umgebung, zum anderen wegen der Nähe zu Mailand. Neue Industrien brachten Wachstum ins Hinterland, und zu aristokratischen Gästen gesellten sich jetzt Industrielle und die Vertreter der Mittelklasse.
Der See und das umgebende Land waren jetzt übersät mit großen und kleinen Villen, und mit den Villen und Häusern kamen neue Verbindungswege in Form von Drahtseilbahnen. Die Architektur der Hotels war meist eklektizistisch, ebenso die Villen, die von klassisch inspirierten Herrschaftshäusern bis zu Bergchalets reichten und dem neuen Bauboom ihren Stempel aufdrückten. Die beliebteste Lage war direkt am Seeufer, mit geschickt angelegten Gärten, die die Architektur des Hauses betonten, oder im Vorgebirge mit einem schönen Panoramablick. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachten manche die neue Mode ein, den edlen „Liberty“ Stil, bei dem aus der Natur entlehnte Motive dem allgemeinen Wunsch entsprachen, die Architektur der umgebenden Landschaft anzupassen.
Ein interessantes Beispiel dieses Trends ist die Villa des Seidenfabrikanten Bernasconi in Cernobbio, wo er auch seine moderne Fabrik baute, die gerade von einer örtlichen Initiative restauriert wird. In dieser 1905 erbauten Villa benutzt der Architekt Campanini, inspiriert durch die Textilindustrie, ein Leitmotiv, die Seidenraupe zwischen Maulbeerblättern. Er verwendet sie für die Flachreliefs, die die Fassade schmücken und verbindet auf diese Weise die Dekoration mit Symbolen aus der Arbeitswelt.
In Lanzo d´Intelvi, über dem Comer See, befinden sich zwei Villen, Poletti (1913) und Cirla (1915), entworfen von dem Architekten Sommeruga, ganz im Sinne der Jugendstilbewegung mit ungewöhnlichen Formen und Strukturen mit fließenden dekorativen Elementen. Und in Brunate finden wir die Villa Maria (1904) und die Villa Chiara (1906), die immer noch zwischen Eklektizismus und Moderne schwanken, und schließlich die reinste Form floralen Designs: die Villen Cantaluppi (1908), Marinoni (1910) Rebuschini (1910) du Franceschini (1911-1912)
Ein anderer ausgezeichneter Ort, wo man floral-romantische Architektur findet , sind die Grabmale auf Friedhöfen. Die Gräber der Biffi in Galliano, der Casnati in Casnate und der Salmoiraghi in Lanzo d`Intelvi sind die wichtigsten Beispiele für das Zusammenspiel von Architektur und Bildhauerei, das so typisch ist für den Jugendstil.
Monthly illustrated periodical of decorative arts, directed by architect Camillo Boito.Published by Hoepli and Istituto Italiano d'Arti Grafiche, in Milan and Bergamo, from 1890 to 1912, under the patronage of the Minister of Agriculture, Industry and Commerce.
Monthly illustrated periodical concerning building sciences and practical architecture. Published by Crudo of Turin, from 1905 to 1943.
L'arte decorativa moderna. Rivista di architettura e di decorazione della casa e della via
Monthly illustrated periodical of fine arts and indoor and outdoor decoration, founded by the sculptor Leonardo Bistolfi with Calandra, Ceraioli, Reycend and Thovez. Published by Bertolero of Turin since 1902.
Fortnightly illustrated periodical of Fine and Decorative Arts, published by Roux e Viarengo of Torino since 1904.
Weekly magazine of current events and culture founded in 1873 by Antonio Treves, also chief executive and publisher in Milano till 1939.
Edilizia Moderna: periodico mensile di architettura pratica e costruzione
Periodical of practical architecture and building sciences, founded by Luca Beltrami and published by G. Modiano of Milano, from 1892 to 1917 and from 1929 to1968.
Monthly illustrated periodical of fine arts, literature, siences and miscellaneous, published by Istituto Italiano d'Arti Grafiche of Bergamo since 1895.
Fortnightly periodical of science, literature and arts, published in Milano since 1891 to 1911, by Francesco Vallardi.
Illustrated periodical of fine arts and literature, first published by Novissima Editions of Milan in 1901 and since 1903 to 1913 in Rome.The periodical changed its name several times: from Novissima to Albo Annuale d'Arti E Lettere, then to Rivista d'Arti e Lettere, Albo d'Arti e Lettere, and finally to Rivista mensile d'Arti e Lettere.
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